Siegesserie gerissen

Nun hat es die erste Garde der SG Rheinhessen doch „erwischt“. Durch das 4:4-Remis im Nachholspiel des 8. Spieltages gegen den TV Mainz-Zahlbach III erhielt die bisherige blütenreine Weste den ersten kleinen Flecken. Im Hinblick auf das große Ziel, den Gewinn der Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Rheinhessen-Pfalz-Liga, ist der Punktgewinn – vor allem aufgrund der Rahmenbedingungen – allerdings als weiterer wichtiger Schritt zu betrachten.

Unentschieden als gefühlter Sieg: Die Vorzeichen für die Spielgemeinschaft standen durch die Abstinenz von Jan Knabbe und dem aufgrund einer Blessur vorsorglichen Verzicht auf das Topeinzel von Punktegarant Yasen Borisov weniger vielversprechend als üblich. Dementsprechend wurde es das erwartet enge Duell mit einem schiedlich-friedlichen 4:4-Endstand. Zum „Punkteretter“ avancierte vor allem Jan Huyhsen, der beide seine Partien siegreich gestaltete und damit seinem Team zwei wichtige Zähler einbrachte. „Wir sind im Endeffekt zufrieden mit dem Ergebnis.“, kommentierte Pressesprecher Michael Bothner, „Zahlbach reiste mit einem starken Kader an. Da waren Spieler:innen dabei, die ansonsten regelmäßig in der Rheinhessen-Pfalz-Liga erfolgreich aufschlagen.“ Augenzwinkernd fügte er hinzu: „Das könnte also ein erster Gradmesser für die kommende Saison gewesen sein.“

Die größten Chancen auf den gewinnbringenden fünften Zähler wurden im Endeffekt bereits in den Auftaktdoppeln vergeben. Leonie Afanasev/Maren Jansen wehrten im zweiten Satz drei Matchbälle ab und schafften den Ausgleich. Das erhoffte Momentum verpuffte im Entscheidungsdurchgang leider rasch und Kerstin Roh/Fenja Lehmann sackten den Zähler ein. Viel zu fehlerhaft agierten Kapitän Andreas Brauns und Bothner. Sie ließen vor allem im zweiten Satz ihre Möglichkeiten liegen, verspielten eine deutliche Führung und mussten Konrad Franz/Sebastίan Vignisson gewähren lassen. Für den wichtigen ersten Punkt auf der Habenseite sorgten Borisov/Huyhsen mit einem souveränen Zweisatztriumph – 1:2.

Afanasev gelang im Fraueneinzel die direkte Revanche. In einer engen Begegnung setzte sie Lehmann schachmatt und glich aus. Für die 3:2-Führung zeigte sich Bothner verantwortlich. Im dritten Männereinzel gegen Markus Knaußß wirkte er wie ausgewechselt und feierte einen sicheren Erfolg. Die Gäste hielten allerdings gut dagegen und stellten auf 3:3. Routinier Andreas Willeke präsentierte sich bis zum Ende des ersten Durchganges stark – dann riss der Faden komplett und Konrad zog davon. Dann schlug wieder die Stunde von Huyhsen. Das Mixed mit der früheren Zahlbacherin Jansen bot eine famose Leistung. Die SG-Paarung bewies gegen Kerstin/Alexander Roh vor allem im ersten Durchgang starke Nerven (21:19) und spielte das Ding souverän zu Ende (21:14) – 4:3. Mit einem Sieg im abschließenden Spitzeneinzel von Brauns hätte die weiße Weste Bestand gehabt, doch Joachim Barth sorgte mit einer reifen Leistung für den 4:4-Endstand und beendete damit die Siegesserie der SG Rheinhessen.

Durch das Remis beläuft sich das Punktekonto der Spielgemeinschaft nunmehr auf 17:1 Zähler. Der Vorsprung auf den direkten Verfolger TV Hechtsheim II beträgt nun drei Punkte. Bei drei ausstehenden Begegnungen hat die SG den Gewinn der Meisterschaft weiterhin zum Greifen nahe. Mit einem Triumph am 5.3.2022 gegen die fünftplatzierte TG Worms wäre mehr als die halbe Miete einkassiert.   

SG Rheinhessen – TV Mainz-Zahlbach III 4:4

1.MD: Borisov/Huyhsen – A. Roh/Barth 21:15, 21:16; 2.MD: Brauns/Bothner – Franz/Vignisson 13:21, 18:21; FD: Afanasev/Jansen – K. Roh/Lehmann 18:21, 22:20, 10:21; 1.ME: Brauns – Barth 15:21, 14:21; 2.ME: Willeke – Franz 18:21, 8:21; FE: Afanasev – Lehmann 21:15, 22:20; 3.ME: Bothner – Knaupp 21:5, 21:18; MX: Jansen/Huyhsen –  K./A. Roh 21:19, 21:14

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